Ohne euch läuft beim Brockenlauf nichts

Sorgen ehrenamtlich dafür, dass der Brockenlauf jedes Jahr stattfinden kann: Maike Bollmann und Bettina Stiegler sind seit zehn Jahren Helfer im medizinischen Bereich. René Wiemann kümmert sich seit 20 Jahren um die Streckensicherung. Foto: Kugenbuch

Wenn mehr als 1.000 Läuferinnen und Läufer beim Brockenlauf auf die Strecke gehen, stehen sie im Mittelpunkt. Doch möglich machen diesen Tag vor allem jene, die im Hintergrund arbeiten: Dutzende ehrenamtliche Helfer, die ihre Zeit geben, anpacken und dafür sorgen, dass alles funktioniert.

Der Brockenlauf 2026 ist Geschichte. Die letzten Läufer sind längst im Ziel, die Absperrungen weggeräumt und die Streckenmarkierungen abgebaut. Hinter uns liegt ein Lauftag, an dem vieles so funktioniert hat, wie wir es uns gewünscht haben. Das ist alles andere als selbstverständlich. Denn ein Brockenlauf organisiert sich nicht von allein. Hinter den 1.200 Startplätzen stehen Dutzende Menschen, die schon lange vor dem ersten Startschuss im Einsatz sind – und weiterarbeiten, wenn die letzten Teilnehmer längst ihre Laufschuhe ausgezogen haben.

Sie markieren die Strecken, bauen Start und Ziel auf, kümmern sich um die Zeitnahme und reichen an den Verpflegungsstellen Getränke und Essen. Sie sichern die Veranstaltung medizinisch ab, regeln Abläufe, transportieren Material, weisen Wege und sind zur Stelle, wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird. Unterstützt wird der Brockenlaufverein dabei von vielen Menschen und Einrichtungen aus Ilsenburg und der Umgebung. Mitglieder von Schützenverein und Skiclub packen ebenso mit an wie Feuerwehr, Sanitäter und Mitarbeiter des Bauhofs. Hinzu kommen unsere vielen Helferinnen und Helfer, die Jahr für Jahr ganz selbstverständlich fragen: Wo werde ich gebraucht?

Manche von ihnen erleben vom eigentlichen Rennen kaum etwas. Während andere auf dem Brocken um Minuten kämpfen oder den Zieleinlauf genießen, stehen sie an einer Verpflegungsstelle, sitzen bei der Zeitnahme, sichern eine Strecke ab oder halten sich für einen medizinischen Notfall bereit. Aufmerksamkeit bekommen sie dafür nur selten. Und sie machen das alles ehrenamtlich. Sie schenken dem Brockenlauf ihre Zeit, ihre Erfahrung und nicht selten einen ganzen Tag – manche sogar mehrere Tage bei Auf- und Abbau sowie Vorbereitung. Vieles davon sehen unsere Läuferinnen und Läufer nicht. Und genau das ist vielleicht das größte Kompliment für die Arbeit unserer Helfer: Wenn alles funktioniert, wirkt es ganz selbstverständlich.

Dafür sagen wir Danke.

Der Brockenlauf lebt von seinen Läuferinnen und Läufern, von seiner langen Geschichte und von der besonderen Strecke hinauf auf den höchsten Berg des Harzes. Aber er lebt genauso von den Menschen, die Jahr für Jahr bereit sind, für andere anzupacken.

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